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Waschbär-Verwandtschaft |
| Ordnung |
Raubtiere (Carnivora) |
| Familie |
Kleinbären (Procyonidae) |
| Gattung |
Waschbären (Procyon) |
| Art |
Waschbär (Procyon
lotor) |
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Die Familie der Kleinbären zählt nur 19 Arten in 7 Gattungen und
ist bis auf eine Ausnahme (Kleiner Panda) ausschließlich in der
Neuen Welt beheimatet. Zu den nächsten Verwandten des
Waschbären gehören Nasenbär, Makibär, Wickelbär und das
Katzenfrett. Der etwa katzengroße Waschbär ist jedoch der
einzige Vertreter der Familie, der aufgrund seiner Möglichkeit
ein Fettpolster aufzubauen, auch in winterkalten Gebieten
vorkommt. |
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Der Waschbär |
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| Körperlänge |
50 -70 cm |
| Schwanzlänge |
25 – 35 cm |
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Geschlechtsunterschied |
Männchen in
der Regel 20 bis 30 % größer als Weibchen |
| Gewicht |
5 – 10 kg (in
Gefangenschaft bis 15 kg) |
| Höchstalter |
10 – 15 Jahre
(in Gefangenschaft über 20 Jahre) |
| Paarungszeit |
Januar/Februar
(Zweitranz im Mai/Juni möglich) |
| Tragzeit |
ca. 63 Tage |
| Setzzeit |
März bis Mai
(bei Zweitranz bis August) |
| Anzahl Würfe
pro Jahr |
1 (bei Verlust
der Jungtiere 2. Wurf möglich) |
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| Anzahl Junge |
2 – 4 (max. 6) |
| Säugezeit |
3 - 4 Monate,
Aufzucht nur durch das Weibchen |
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Geschlechtsreife |
Weibchen mit 10
Monaten, Männchen mit 15 Monaten |
| Streifgebiete |
Weibchen 100 –
700 ha (Wald), 25 – 50 ha (Stadt) / Männchen 300 – 5000 ha
(Wald), 40 – 500 ha (Stadt) |
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Populationsdichte |
2 – 8 Waschbären
pro 100 ha (Wald) / 30 – 100 Waschbären pro 100 ha (Stadt) |
| Sozialsystem |
sehr
komplexes und variables Sozialsystem, mehrere (nicht verwandte)
Männchen können ein Gruppenterritorium besetzen, das mehrere
Streifgebiete verwandter Fähen umschließt |
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| Nahrung |
Allesfresser,
schlechter Jäger aber ausgiebiger SammleR: Fische, Krebse,
Regenwürmer, Schnecken, Insekten,Amphibien, Eier, Früchte,
Beeren, Getreide… |
| Lebensraum |
gewässerreiche
Mischwälder und strukturreiche Auen mit höhlenreichem
Altholzanteil, Siedlungsraum |
| Losung |
Kot wird auf
Latrinen abgesetzt, welche erhöht liegen (Baum, Dachboden etc.)
und von mehreren Tieren genutzt werden |
| Laute |
> 10
„Rufe“ bekannt |
| Parasiten |
im Vergleich zu
seiner amerikanischen Heimat weist der Waschbär in Mitteleuropa
nur ein begrenztes Parasitenspektrum auf und spielt als
Überträger von Krankheiten (Zoonosen) bisher kaum eine Rolle |
| Verhalten |
nachtaktiv,
verbringt die Tagstunden auf Bäumen (in Höhlen oder auf
Astgabeln) – seltener auch am Boden oder in Erdbauen, im
Siedlungsraum in Gebäuden |
| Besonderheiten |
ausgeprägter
Tastsinn, sehr intelligent und neugierig, neigt zur
Verstädterung, sehr anpassungsfähig, Winterruhe |
| erlegte
WB/Jahr in D |
ca.
45.000 (Mittel der letzten 5 Jahre) |
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Ursprünglich ein
Bewohner Nordamerikas, wurde der Waschbär in den 1920er Jahren
als wertvoller Pelzlieferant nach Europa gebracht. In der
Folgezeit kam es zu mehreren Ausbrüchen aus Pelztierfarmen aber
auch zu bewussten Aussetzungen, so dass sich mehrere
eigenständige Populationen etablieren konnten. Heutzutage
existieren in Deutschland zwei eigenständige
Schwerpunktvorkommen in Mittel- und Nordostdeutschland |
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Photos: Ingo
Bartussek. Steckbrief: Frank Uwe Michler |